Für die Wiedereinführung des katholischen Religionsunterrichts als elterliche Wahlmöglichkeit im luxemburgischen Schullehrplan - Die Petitionen
Für die Wiedereinführung des katholischen Religionsunterrichts als elterliche Wahlmöglichkeit im luxemburgischen Schullehrplan
Öffentliche Petition Nr.3933
Petent: Antonio Carlos Castro Fernandes
Diese Petition ist in weiteren Sprachen verfügbar:
Ziel der Petition
Wir fordern die luxemburgische Regierung auf, den katholischen Religionsunterricht als elterliche Wahlmöglichkeit im Schullehrplan der Grund- und Sekundarschulbildung wiedereinzuführen, entsprechend dem System vor der Reform von 2017.
Begründung der Petition
1. Respekt vor elterlicher Wahlfreiheit und Gewissensfreiheit Die luxemburgische Verfassung garantiert Religions- und Gewissensfreiheit. Die Abschaffung des Religionsunterrichts 2017, ersetzt durch ,,Leben und Gesellschaft", hat die Möglichkeit der Eltern beseitigt, strukturierten katholischen Religionsunterricht im normalen Schulrahmen zu wählen. Wir fordern die Wiederherstellung dieser Wahlmöglichkeit. 2. Bildungswert und kultureller Wert Katholischer Unterricht bietet: Bildung in europäischer Zivilisationsgeschichte; einen ethischen Rahmen basierend auf Menschenwürde, Solidarität und Gemeinwohl; Entwicklung kritischen Denkens durch das Studium der Evangelien und Theologie; Kenntnis des luxemburgischen Kulturerbes, das tief vom Katholizismus geprägt ist. 3. Katholizismus: integraler Bestandteil der luxemburgischen Identität Luxemburg wurde jahrhundertelang von katholischer Tradition geprägt: architektonisches Erbe (Kathedrale Unserer Lieben Frau, Abtei Echternach), kulturelle Traditionen (Oktav, Springprozession), soziale Werte (Solidarität, Nächstenliebe, gemeinschaftliches Engagement). Dieses Erbe zu ignorieren beraubt junge Luxemburger eines tiefen Verständnisses ihrer eigenen Kultur. 4. Antwort auf echte gesellschaftliche Nachfrage Viele Familien bedauern das Verschwinden dieser Option. Pfarrkatechese kann strukturierten Unterricht durch qualifizierte Lehrer im Schulplan nicht ersetzen. Vor 2017 wählte eine bedeutende Mehrheit der Familien katholischen Religionsunterricht. Diese Nachfrage ist nicht verschwunden; sie wurde ignoriert. 5. Ein ausgewogenes Modell Wir schlagen ein optionales System vor: Option A (,,Leben und Gesellschaft") oder Option B (katholische Religion). Dieses System respektiert staatliche Neutralität, elterliche Wahlfreiheit, bestehende Ressourcen und luxemburgische Kulturtradition. 6. Europäische Beispiele Deutschland, Österreich, Belgien, Italien und Polen behalten optionalen katholischen Unterricht in öffentlichen Schulen bei und vereinen Laizismus mit Respekt vor Überzeugungen. 7. Praktische Argumente Für Familien: Integration in Schulplan, qualitätsvoller Unterricht, offizielle Anerkennung, Kontinuität mit Sakramenten. Für Schulen: bestehende Infrastruktur, ausgebildete Lehrer verfügbar. Für die Gesellschaft: Weitergabe kulturellen Erbes, Schulung in Solidaritätswerten, sozialer Zusammenhalt, generationsübergreifender Dialog. 8. Die Soziallehre der Kirche Sie bietet Reflexion über soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Umweltschutz (Laudato Si'), Familie und Gemeinwohl. Diese aktuellen Themen verdienen strukturierten Unterricht. Konkrete Forderung Wir fordern: Änderung des Gesetzes vom 29. August 2017 zur Wiedereinführung der elterlichen Wahlmöglichkeit für katholischen Religionsunterricht Erweiterung dieser Option auf Sekundar- und technische Bildung Beibehaltung von ,,Leben und Gesellschaft" als alternative Option Sicherstellung der Neutralität (kein obligatorischer Kurs) Qualitätsgarantie durch qualifizierte Lehrer Übergangsplanung für Schuljahr 2026-2027 Schlussfolgerung Diese Petition verteidigt das Recht katholischer Eltern, ihren Glauben und ihr kulturelles Erbe in öffentlichen Schulen weiterzugeben. In einer demokratischen Gesellschaft müssen Schulen Optionen anbieten, die Traditionen respektieren. Die Wiedereinführung des katholischen Religionsunterrichts als Option bedeutet, luxemburgische Tradition zu respektieren, Bildung zu bereichern und Familienfreiheit zu verteidigen.
Unterschriftensammlung läuft
Die Schwelle von 5500 entspricht der Anzahl der Unterschriften, die erforderlich sind, um eine öffentliche Anhörung auszulösen.
Eingetragene Unterschriften
1 / 5 500
Wichtige Informationen
Sammeln von Unterschriften
Datum der Einreichung
21/01/2026
Öffnung der Unterschriftensammlung
05/02/2026
Zusätzliche Informationen
Verlauf der Petition
Unterzeichner der Petition
05/02/2026
Die öffentliche Petition Nr. 3933 kann ab dem 05-02-2026 unterschrieben werden
04/02/2026
Die öffentliche Petition Nr. 3933 wurde am 04-02-2026 von der Petitionsausschuss für zulässig erklärt
Zulässigkeit : zulässig Beginn der Unterschriftsphase : 05-02-2026 um 0:00 Ende der Unterschriftsphase : 18-03-2026 um 23:59