Für eine nachhaltige Zukunft: Kein Ausbau der Milch- und Fleischproduktion in Luxemburg - D’Petitiounen
Für eine nachhaltige Zukunft: Kein Ausbau der Milch- und Fleischproduktion in Luxemburg
Einfach Petitioun Nr.4007
Petitionär: Anne-Dajana Medinger
Text vun der Petitioun
Für eine nachhaltige Zukunft: Kein Ausbau der Milch- und Fleischproduktion in Luxemburg Luxemburg steht an einem Scheideweg: Die Entscheidung, die Intensivierung der tierischen Produktion voranzutreiben, steht in direktem Widerspruch zu den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen im Bereich Klimaschutz, öffentlicher Gesundheit und Biodiversitätserhalt. Argumente: 1. Gesundheit der Bevölkerung • Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist ein übermäßiger Konsum tierischer Produkte mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ II und bestimmte Krebsarten verbunden. • Luxemburg hat bereits jetzt einen der höchsten durchschnittlichen Fleischverbräuche pro Kopf in Europa. Eine weitere Steigerung der Produktion und des Angebots widerspricht dem Ziel, eine gesundheitsfördernde Ernährungsumgebung zu schaffen. • Eine stärkere Förderung pflanzenbasierter Ernährungssysteme könnte hingegen die öffentliche Gesundheit signifikant verbessern und langfristig die Kosten im Gesundheitswesen reduzieren, die den zukünftigen Generationen aufgelastet werden. 2. Umweltschutz und Klimaziele • Die Tierhaltung ist weltweit einer der größten Produzenten von Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch und Landnutzungsänderungen wie zB. Waldrodung. • Methanemissionen aus Rinderhaltung sowie Nitratbelastungen durch Gülle gefährden Luxemburgs Klimaneutralitätsziele bis 2050 und die Wasserrahmenrichtlinie der EU. • Eine Reduktion der Tierproduktion würde zur Biodiversitätserhaltung beitragen, insbesondere durch die Entlastung von Böden und Ökosystemen. 3. Wirtschaftliche und politische Vorteile • Luxemburg kann durch eine ökologische Agrarwende Vorreiter in der EU werden und internationale Anerkennung gewinnen. • Die Förderung regionaler, pflanzenbasierter Landwirtschaft stärkt lokale Wertschöpfungsketten, schafft zukunftssichere Arbeitsplätze und reduziert Importabhängigkeiten. • Subventionssysteme können gezielt auf nachhaltige Betriebe umgestellt werden, was die Landwirtschaft resilienter gegen Markt- und Klimaschwankungen macht. • Luxemburg könnte jährlich tausende von Euros sparen um Viehfutter im Ausland einzukaufen und dieses Geld in den PANBIO30 Plan investieren. Wir fordern die luxemburgische Regierung auf: 1. Den geplanten Ausbau der Milch- und Fleischproduktion zu stoppen. 2. Eine nationale Strategie für pflanzenbasierte Ernährung und Agrarproduktion zu entwickeln. 3. Forschungs- und Förderprogramme für nachhaltige Landwirtschaft, alternative Proteinquellen und innovative Ernährungswirtschaft zu unterstützen. 4. Öffentliche Aufklärungskampagnen zu den gesundheitlichen und ökologischen Vorteilen einer reduzierten tierischen Ernährung zu fördern. 5. EU-Subventionen gezielt in klimaschonende Produktionsformen umzuleiten (anstatt wie jetzt hauptsächlich in Viehhaltung zu investieren) und den Bauernbetrieben die von Viehhaltung zur Gemüse-, Pilz- oder Getreide-Produktion wechseln möchten zusätzliche Förder-Subventionen und Steuer-Erlass zukommen zu lassen. Luxemburg hat das Potenzial, ein Vorreiterland für nachhaltige Ernährung und Klimaschutz zu werden. Ein Rückschritt in Form einer gesteigerten Fleisch- und Milchproduktion wäre nicht nur wissenschaftlich unbegründet, sondern politisch kurzsichtig. Wir bitten die Regierung daher, die Weichen in Richtung einer gesunden, gerechten und umweltfreundlichen Landwirtschaft zu stellen.
Wichteg Informatiounen
An der Veraarbechtung
Dag, un deem d’Petitioun agereecht gouf
15/03/2026
Zousätzlech Informatiounen
Den Historique vun der Petitioun
26/03/2026
Eng Stellungsnam ass den 26-03-2026 iwwert d'einfach Petitioun Nr. 4007 ugefrot ginn
Minister(en): Madame Martine Hansen, Ministre de l'Agriculture, de l'Alimentation et de la Viticulture
25/03/2026
Déi ordinär Petitioun Nr. 4007 gouf den 25-03-2026 vun der Petitiounskommissioun als recevabel deklaréiert
Recevabilitéit: recevabel