Schutz der Gesundheit und faire Arbeitsbedingungen im sozialen Sektor

Public petition n°3985

Petitioner: Tina Lempereur

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Purpose of the petition

Diese Petition hat zum Ziel, eine strukturelle Überprüfung der Arbeitsbedingungen, der Vergütung und der Anerkennung beruflicher Erfahrung im sozialen und sozialpädagogischen Sektor in Luxemburg zu verlangen, insbesondere im Rahmen des SAS-Kollektivvertrags, um eine bessere Kohärenz und Gleichbehandlung mit anderen vergleichbaren Regelungen, wie dem FHL-Kollektivvertrag oder den Beschäftigungsbedingungen im öffentlichen Dienst, sicherzustellen. Die Petition zielt insbesondere darauf ab, die bestehenden Unterschiede bei der Anerkennung der beruflichen Erfahrung, den Vergütungsniveaus, den Zuschlägen für Nacht- und Sonntagsarbeit sowie bei der Organisation und Vergütung von Bereitschaftsdiensten zu prüfen. Sie fordert, dass diese Punkte unter Berücksichtigung der tatsächlichen Arbeitsrealität im sozialen Sektor neu bewertet werden, der durch eine hohe menschliche Verantwortung, starke organisatorische Anforderungen und eine große berufliche Verfügbarkeit gekennzeichnet ist. Sie verfolgt außerdem das Ziel, die Garantien hinsichtlich der Arbeitszeitplanung, der tatsächlichen Einhaltung des Rechts auf Abschalten (,,droit de déconnexion") sowie des Schutzes des körperlichen und PSYCHISCHEN Wohlbefindens der Beschäftigten zu stärken, damit die betreffenden Berufe langfristig nachhaltig ausgeübt werden können. Das angestrebte Ziel ist es, faire, transparente und tragfähige Arbeitsbedingungen im gesamten sozialen Sektor zu fördern, die Attraktivität der betreffenden Berufe zu erhöhen sowie zur Stabilität der Teams und zur Qualität und Kontinuität der Leistungen für die betreuten Personen in Luxemburg beizutragen.

Reason for the petition

Der soziale und sozialpädagogische Bereich in Luxemburg ist ein zentraler Bestandteil der gesellschaftlichen Stabilität. Fachkräfte in diesem Bereich begleiten täglich Kinder, Jugendliche, Familien, Kranke und andere schutzbedürftige Menschen. Die Qualität dieser Betreuung betrifft daher nicht nur die Beschäftigten selbst, sondern die gesamte Gesellschaft. In der aktuellen Praxis berichten viele Beschäftigte im sozialen Sektor von Arbeitsbedingungen, die langfristig weder gesundheitlich noch organisatorisch nachhaltig sind. Dazu gehören unter anderem sehr lange Dienste, Bereitschaftszeiten mit ständiger Abrufbarkeit, Nacht- und Wochenendarbeit mit hoher Verantwortung sowie strukturelle Unterschiede bei Vergütung und Anerkennung beruflicher Erfahrung im Vergleich zu anderen vergleichbaren Bereichen wie dem Gesundheitssektor oder dem öffentlichen Dienst. Diese Situation führt zunehmend zu mentaler Erschöpfung, steigenden Krankheitsausfällen, Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung und wachsender Fluktuation. Gleichzeitig wirkt sich eine dauerhafte Überlastung der Fachkräfte mittelbar auch auf die Stabilität der Betreuung und auf die Sicherheit der betreuten Personen aus. Wenn soziale Berufe langfristig tragfähig bleiben sollen, müssen Arbeitsbedingungen geschaffen werden, die Gesundheit, Planbarkeit des Privatlebens, faire Anerkennung beruflicher Erfahrung sowie eine angemessene Vergütung von Nacht-, Sonntags- und Bereitschaftsdiensten gewährleisten. Die Verbesserung dieser strukturellen Rahmenbedingungen liegt daher im klaren öffentlichen Interesse, da sie unmittelbar zur Stabilität des sozialen Systems, zur Qualität der Betreuung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Luxemburg beiträgt. Diese Petition verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Sicherung der Arbeitsbedingungen im sozialen Sektor zu unterstützen und damit langfristig die Funktionsfähigkeit eines für die gesamte Bevölkerung unverzichtbaren Bereichs zu gewährleisten.

Admissible

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Key information

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Submission date

20/02/2026

Opening of the signature collection

26/03/2026

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