Mehr Schutz für Immobilienagent:innen und Außendienstmitarbeiter(innen) in Luxemburg

Public petition n°3953

Petitioner: Marc Kreitz

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Purpose of the petition

Der tragische Messerangriff in Limpertsberg am 27. Januar 2026, bei dem eine 35-jährige Immobilienagentin erstochen wurde und eine weitere Frau schwer verletzt wurde, hat uns tief erschüttert. Die betroffene Fachkraft war im Rahmen eines Immobilienbesichtigungstermins unterwegs, als sie Opfer dieser brutalen Tat wurde. Solche Gewaltvorfälle sind nicht nur ein persönliches, sondern auch ein gesellschaftliches Problem: Sie treffen Menschen in ihrem Arbeitsalltag und werfen Fragen zur Sicherheit von Berufsgruppen auf, die regelmäßig allein im öffentlichen Raum oder mit Fremdpersonen agieren. Wir fordern daher gemeinsam, dass die luxemburgischen Behörden wirksame Maßnahmen ergreifen, um den Schutz von Immobilienagent:innen und anderen Außendienstmitarbeiter:innen deutlich zu verbessern. Unsere Forderungen Einführung eines verpflichtenden Notruf-/Panik-Buttons Jeder Immobilienagent und jede Außendienstmitarbeiterin, die alleine Termine wahrnimmt, soll verpflichtend ein zertifiziertes Alarm- und Notrufsystem erhalten. Dieses System sollte: eine direkte Verbindung zur Polizei (Notruf 113) herstellen, den genauen Standort (GPS) der Person übermitteln, schnell und einfach per Knopfdruck aktiviert werden können. Diese Art von Sicherheitssystem wird bereits in anderen Bereichen (z. B. Senioren-Notrufgeräte) erfolgreich genutzt und kann im Ernstfall Leben retten. Rechtliche Klarstellung und Anpassung der Selbstschutz-Regelungen Luxemburg verbietet derzeit grundsätzlich den Besitz und das Mitführen von Pfefferspray oder anderen nicht-tödlichen Selbstverteidigungs-Hilfsmitteln (,,Armes prohibés"). Wir fordern: Eine gesetzliche Regelung, die das Tragen von nicht-tödlichen Selbstschutzmitteln wie Pfefferspray im Rahmen der Selbstverteidigung unter klar definierten Bedingungen legalisiert. Alternativ oder ergänzend die Einführung spezifischer, sicherer und legal einsetzbarer Selbstverteidigungshilfsmittel, die von professionellen Sicherheitsbehörden empfohlen und technisch geprüft wurden. Schulung, Prävention und Schutzkonzepte Einführung verpflichtender Schulungen für Immobilienagent(innen) und Außendienstpersonal zu: Risiko- und Gefahrenbewusstsein, sicheren Arbeitsmethoden im Außendienst, Deeskalationstechniken, Nutzung der Alarm- und Notrufsysteme. Begründung Immobilienagent(innen) sind im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit häufig allein unterwegs, teilweise an abgelegene Orte, mit unbekannten Personen und ohne unmittelbare Schutzmöglichkeiten. Der aktuelle rechtliche Rahmen luxemburgischer Sicherheitsbestimmungen enthält erhebliche Lücken in Bezug auf nicht-tödliche Selbstschutzmittel, die in anderen Nachbarländern (z. B. Frankreich, Deutschland) unter bestimmten Bedingungen legal sind. Ein Panik-Button-System würde bei akuter Gefahr sofort die Polizei informieren und durch Standortübermittlung wertvolle Zeit für Rettungskräfte gewinnen. Wir fordern Sie auf, diese Petition ernsthaft zu prüfen und konkrete gesetzliche Änderungen sowie Schutzmaßnahmen zu erarbeiten, die Menschen in gefährdeten Berufsgruppen besser vor Gewalt schützen. In der täglichen Praxis befinden sich Immobilienagentinnen und -agenten häufig allein auf entlegenen Immobilien, abgeschirmt von Öffentlichkeit und Nachbarschaft, teilweise in Anwesenheit mehrerer fremder Personen. In einer Notsituation besteht weder die Möglichkeit, schnell Hilfe zu rufen, noch sich wirksam zu schützen. Dies stellt ein erhebliches und nicht hinnehmbares Sicherheitsrisiko dar.

Reason for the petition

Der gewaltsame Tod einer jungen Immobilienmaklerin in Limpertsberg hat uns zutiefst erschüttert. Eine Frau, die einfach ihren Beruf ausübte, verlor auf brutale Weise ihr Leben. Eine weitere Person wurde schwer verletzt. Dieser Angriff war kein tragischer Zufall - er hat eine Realität sichtbar gemacht, die viele zu lange ignoriert haben. Immobilienagentinnen und -agenten stehen täglich vor Situationen, in denen sie allein auf abgelegenen Immobilien mit mehreren fremden Personen zusammentreffen. Orte ohne Öffentlichkeit, ohne Nachbarn, ohne sofortige Hilfe. Wenn dort etwas passiert, ist niemand da. Kein Zeuge. Kein Schutz. Kein schneller Notruf. Nur Angst und Hilflosigkeit. Niemand sollte bei der Ausübung seines Berufs Angst um sein Leben haben müssen. Niemand sollte gezwungen sein, sich zwischen Professionalität und persönlicher Sicherheit zu entscheiden. Und niemand sollte erst sterben müssen, damit Schutzmaßnahmen ernsthaft diskutiert werden. Diese Petition ist ein Aufruf zum Handeln. Sie fordert keine Gewalt, sondern Schutz. Keine Eskalation, sondern Prävention. Einen einfachen, lebensrettenden Notruf-Mechanismus. Klare rechtliche Rahmenbedingungen für den Selbstschutz. Schulung und Unterstützung statt Wegsehen. Der tragische Vorfall in Limpertsberg darf nicht vergessen werden. Er muss ein Wendepunkt sein. Für mehr Sicherheit. Für mehr Verantwortung. Für mehr Menschlichkeit im Arbeitsalltag.

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Submission date

29/01/2026

Opening of the signature collection

26/02/2026

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